Ist die Welt noch zu retten?

 

Mittwoch, 25.4.2017, Donauhallen Seminarbereich, 20.00

Vortrag Professor Franz-Josef Radermacher (Club of Rome) und Podiumsgespräch

Der Vortrag beleuchtet die internationale Entwicklung vor dem Hintergrund der rasch wachsenden Weltbevölkerung, der aktuellen Turbulenzen im Bereich des Weltfinanzsystems und des zunehmenden Konflikts um Ressourcen. Zentrales Thema ist hierbei die Energiethematik und die Problematik immer größerer Umweltbelastungen, z. B. im Klimabereich.

Die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung wird dadurch massiv erschwert. Das betrifft sowohl Fragen des Gesellschaftssystems als auch Fragen des sozialen Ausgleichs und der Gerechtigkeit und damit der weltethischen Orientierung. Als wesentlicher Faktor wird die weltkulturelle Problematik gesehen, die die ökologisch-sozialen Fragen weiter verschärft.

Nach Radermachers grundlegender Analyse ergeben sich drei Zukunftsmöglichkeiten, nämlich Kollaps, Ökodiktatur/Brasilianisierung oder eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft. Nur der letzte Weg wäre mit Nachhaltigkeit vereinbar. Der Global Marshall Plan wird als ein möglicher Schritt in diese Richtung vorgestellt.

„Wir sind alle Zwerge auf den Schultern von Riesen“, den Generationen vor uns. Nur in Zusammenarbeit und Arbeitsteilung ist unser heutiger Wohlstand denkbar. Konkurrenz richtig dosiert ist ein beispielsfördernder Mechanismus, aber noch wichtiger ist Kooperation. Das beginnt schon in der Familie und übersetzt sich über unterschiedliche Netzwerke bis hin zu Staatengemeinschaften Zivilisationen und schließlich der ganzen Welt. In Zeiten der ökonomischen Globalisierung wird globale Empathie zu einer Schlüsselfrage, weltweite Kooperation als Beitrag zur Zukunftsfähigkeit.

An Professor Radermachers Vortrag schließt sich ein Podiumsgespräch an.

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation mit dem Umweltbüro des GVV Donaueschingen und der Volkshochschule Baar