Was muss ein Donaueschinger von der Neuen Musik verstehen?

Mittwoch, 25.9.2019, 20.00 Uhr, Ev. Gemeindehaus, Max-Egon-Str. 21a, Donaueschingen

 

Donaueschingen und die Neue Musik, das ist wie Hammer und Nagel, Klavier und Tasten, Haus Fürstenberg und Donauquelle, … wirklich? Während musikalisch Interessierte Donaueschingen für das „Mekka der Neuen Musik“ halten ist die Bürgerschaft am dritten Oktoberwochenende eher verunsichert, weil ein paar Dutzend schwarzgewandete „Spinnerte“ aus aller Welt in das Städtchen einfallen und hinter verschlossenen Hallentüren merkwürdige Geräusche von sich geben. Die Rundfunkwägen davor senden das Töne- und Geräuschegewirr zwar in alle Welt. Ein paar Meter weiter kümmert sich der „Ureinwohner“ wenig darum und macht stattdessen einkaufsoffenen Sonntag. So nah und doch so fern: es scheint so, als wäre die Kluft zwischen den zwei Welten nicht zu überbrücken.

Der Abend widmet sich diesem Spannungsverhältnis. Er versucht Verständnisbarrieren abzubauen und vielleicht sogar einen Zugang zur Neuen Musik zu bahnen. Es geht um Fragen wie: was ist vor etwas mehr als hundert Jahren in der Musik überhaupt passiert, so dass die Menschen sie fortan nicht mehr „gerne hören“? Was ist das Neue an der Neuen Musik? Was wollte das Donaueschinger Fürstenhaus und sein Hofkapellmeister mit dem Festival ursprünglich bezwecken? Wie hat sich die Musik in den letzten hundert Jahren verändert? Warum hört man von den meisten Komponisten nie mehr ein Wort? Warum hat es die Neue Musik überhaupt so schwer? Wie lässt sie sich besser verstehen, was lässt sich an ihr finden? Eine einzigartig gute Chance zu erfahren, was es mit den „Donaueschinger Musiktagen“ auf sich hat.

 

Teilnehmer:

Björn Gottstein, Südwestrundfunk, Leiter der Musiktage

Dr. Friedemann Kawohl, Gesellschaft der Musikfreunde

Benjamin Scheuer, Komponist

Klaus Lehmann, Musiker der Stadtkapelle, Kritiker der Neuen Musik

Moderation: Markus Eisele